H. Kaduskiewicz, Hamburg (PI); H. van den Bussche, Hamburg (PI); G. Glaeske, Bremen
Fallbezogene Krankenkassendaten sind seit kurzem für die Versorgungsforschung zugänglich. Für Versicherte mit der Diagnose Demenz und für entsprechende Kontrollgruppen können die individuelle Inanspruchnahme medizinischer und pflegerischer Dienste, die Verordnung von Arzneimitteln und sonstigen Heilmitteln und die Gesundheitskosten in Abhängigkeit vom Schweregrad und den Begleiterkrankungen ermittelt werden. Das Projekt arbeitet auf der Grundlage der diesbezüglichen Daten der Gemündener Ersatzkasse (GEK), zu der 2 Millionen Versicherte gehören; mitversicherte Ehepartner können als Kontrollgruppe dienen.
Diese deskriptive Analyse kann qualitative Defizite, mangelnde Rationalität der Versorgung und ökonomische Unzulänglichkeiten des Versorgungssystems und der Pflege aufdecken und Empfehlungen zur Optimierung erarbeiten. Das Projekt trägt damit den Empfehlungen des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Lage im Gesundheitswesen Rechnung. Außerdem können Analysen von Krankenkassendaten die Befunde zur Versorgung und zu den Gesundheitskosten aus der Kohortenstudie AgeCoDe (Projekt 1) ergänzen.